Träuriges Röslein

 
Ein Röslein war gar nicht munter,
weil es im Topfe stand.
Sah immer traurig hinunter,
auf die Blumen im freien Land.
Die Blumen nicken und winken;
„Wie ist es im Freien schön,
zu Tanzen und Tau zu trinken,
bei lustigem Windeswehn.
Von bunten Schmetterlingen
umgaukelt, geschmeichelt, geküßt.
Dazwischen der Vöglein Singen,
anmutig zu hören ist.
Wir preisen dich und loben dich,
fröhliche Sommerzeit.
Ach Röslein am Fenster droben,
du tust uns auch gar zu leid!“
Ein Mägdelein hört es stürmen,
macht fest das Fenster zu.
Jetzt will ich dich pflegen
und schirmen,
Du liebes Röslein du!
Wilhelm Busch
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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