Im Frühling

 
 
Hier lieg ich auf dem Frühllingshügel;
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus,
Ach, sag mir, alleinzige Liebe,
Wo du bleibst, daß ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte,
ihr habt kein Haus.
Der Sonnenblume gleich
steht mein Gemüte offen,
sehnend, sich sehnend in Liebe und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?
Die Wolke seh ich wandeln und den Fluß,
Es dringt der Sonne goldener Kuß.,
Mir tief bis ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauscht,
tun als schliefen sie ein.
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.
Ich denke dies und denke das,
Ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was;
Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
Mein Herz, o sage,
Was webst du für Erinnerung?
In golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte unnennbare Tage!
Eduard Mörike
 
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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