Schneeglöckchen

  
Die Sonne sah die Erde an,
 es ging ein milder Wind
und plötzlich stand Schneeglöckchen da,
das fremde blasse Kind.
Und plötzlich brach mit Pomp und Braus
der alte Winter auf.
Die Wolken eilten Pfeilgeschwind zum dunklen Nord hinauf.
Eisscholle lief, Schneeflocke schmolz.
Die Stürme heulten drein,
Schneeflöckchen stand gesenkten Haupt
in dem Gewühl allein.
Ei kommt! Du weißes Schwesterlein,
wie lange willst du stehn?
Der Winter ruft, das Reich ist aus,
wir müßen nach Hause gehen!
Trägt die weiße Liverei, das schürze sich,
das tummle sich zur Abfahrt schnell herbei.
Schneeglöckchen sah sich bebend an und dachte,
halb im Traum; was soll um Winters Liverei, der Grüne,
grüne Saum?
Wob ihn wohl um das weiße Kleid, des Winters raue Hand?
Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
Wo ist mein Vaterland?
 
 
 
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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