Unterm weißen Baume sitzend

Unterm weißen Baume sitzend
Hörst du fern die Winde schrillen.
Siehst wie oben stumme Wolken
sich in Nebeldecken hüllen.
 
Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren;
um dich Winter, in dich Winter
und dein Herz ist eingefroren.
 
Plötzlich fallen auf dich nieder
weiße Flocken, und verdroßen.
Meinst du schon, mit Schneegestöber
hat der Baum dich übergoßen.
 
Doch es ist kein Schneegestöber,
merkst es bald mit freugem Schrecken;
duftige Frühlingsblüten sind es
die dich necken und bedecken.
 
Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandeln sich in Maie.
Schnee verwandelt sich in Blüten.
und dein Herz es liebt aufs neue.
Heinrich Heine 
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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