Herbstzeit

  
 
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Was rauscht zu meinen Füßen so?

Es ist das falbe Laub vom Baum!

Wie stand er hüngst so blütenfroh

Am Waldessaum!

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Was ruft zu meinen Häuptern so?

Der Vogel ist`s im Wanderflug,.

Der noch vor kurzem sangesfroh

Zu Neste trug.

 Mein ahnend Herz, was pochst du so?

Du fühlst den Pulsschlag der Natur,

Und daß verwehen wird also

Auch deine Spur!

Heinrich Seidel

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Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe
Finsternisse niederwallen
Ferne, fromme Glocken hallen.
 
Ach, wie viele sanfte Bilder
Immer inniger und milder
Schatten längst vergangner Zeiten
Seh`ich dann vorübergleiten.
 
Was ich in den fernsten Stunden
Oft nur halb bewußt empfunden
Dämmert auf in Seel`und Sinnen
Mich noch einmal zu umspinnen.
 
Und im inneren Zerfließen
Mein ich`s wieder zu genießen
Was mich vormals glücklich machte
Oder mir Vergessen brachte.
 
Doch, dann frag ich mich mit Beben
Ist so ganz verarmt dein Leben
Was du jetzt ersehnst mit Schmerzen
Sprich, was war es einst dem Herzen?
 
Völlig dunkel ist`s geworden
Schärfer bläst der Wind aus Norden
und dies Blatt, dies kalt benetzte
Ist vielleicht vom Baum das letzte.
Friedrich Hebbel
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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