Neujahrslied

 
 
Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zur Seiten.
*
War`s nicht so im alten Jahr?
Wird`s im Neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken geh`n und kommen wieder,
und kein Wunsch wird`s wenden.
*
Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schön gemacht, noch eh wir`s bitten,
ist für Thronen und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.
*
Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jeden Mut für seine Leiden
ist die neuen Tage.
*
Jedem auf des Lebens Pfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite.
Johann Peter Hebel
 
 
 
 

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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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