Seepferdchen

 
 
Als ich noch ein Seepferdchen war,
im vorigen Leben,
wie war das wonnig, wunderbar,
unter Wasser zu schweben.
 
In den träumenden Fluten
wogte wie Güte das Haar,
der zierlichsten aller Seestuten,
die meine Geliebte war.
 
Wir senkten uns still oder stiegen,
tanzten harmonisch umeinand.
Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
wie Wolken sich in Wolken wiegen.
 
Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn,
auf daß ich ihr folgte, sie hasche,
legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.
 
Sie blickte traurig und stellte sich froh,
schnappte nach einem Wasserfloh,
und ringelte sich an einem Stengelchen fest
 und sprach so: Ich liebe dich!
 
Du wieherst nicht, du äpfelst nicht
du trägst ein farbloses Panzerkleid
und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
als wüßtest du um kommendes Leid.
 
Seestütchen! Schnörkelchen!
Ringelnass!
Wann war wohl das?
 
Und wer bedauert wohl später
meine restlichen Knochen?
Es ist beinahe so, daß ich weine-
Lollo hat das vertrocknete, kleine
schmerzverkümmerte Seepferd zerbrochen.
verfasser unbekannt
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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