Himmelstrauer

 
Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke
Die düstere Wolke dort, so bang, so schwer;
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.
 
Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen,
Die dunklen Wimper blinzelt manches Mal,
So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen-
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl.
 
Nun schleichen aus dem Moore Schauer
Und leise Nebel übers Heideland;
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,
Die Sonne läßig fallen aus der Hand.
Nikolaus Lenau (1802-1850)
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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