Im November

 
Trüb ist die Welt.
Der Sonnenwagen gleitet,
in Dunst gehüllt,
ins graue Häusermeer.
 
Die Seele leidet,
fühlst sich irrgeleitet.
Nur Düsterheitnun.
und Enge um dich her.
 
Die Stille selbst –
in sommerhellen Tagen
dir oft ein lieber,
gerngesehener Gast –
ist drückend nun.
 
Sinnlos zu klagen.
Wer einsam ist,
trägt stets allein die Last.
 
Weg ohne Ziel.
Und magst du rasten gehen,
der dunkle Schmerz
ist immer wieder da…
 
Dann dieses Licht:
Aus einem Fenster wehen
zerrissene Klänge
einer Mundharmonika.
 
Und eine kleine,
altvertraute Weise,
die, mühsam nur,
dein waches Ohr erreicht,
vollbringt,
daß wunderbar und leise
die Traurigkeit
aus deinem Herzen weicht.
Rudolf Pöhlig
 
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Über bergkristall53

Ich werde 58 Jahre alt komme ursprünglich aus der Schweiz,lebe aber auf der Ostalb bin verheiratet, habe 6 Kinder,3 Enkel Ich schreibe,male und bastle viel
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